03.08.2016, von THW Rheine / Paul Wehry

Starkregen in Ennigerloh / Steinbruch unter Wasser

Einsatzkräfte aus 7 Ortsverbänden (OV) waren den ganzen Freitag über im Einsatz um den Steinbruch und den Tiefkeller des örtlichen Zementwerkes vom Wasser zu befreien. In der Spitze förderten 50 THW Helfer mit einer Leistung von ca. 50.000 Liter die Minute das Wasser aus den neuralgischen Punkten des Zementwerkes, damit der Betrieb aufrechterhalten werden konnte.

 

Am frühen Donnerstagabend sorgte ein Starkregen in Ennigerloh dafür, dass in ca. 100 Haushalten Keller vollgelaufen sind. Soweit keine besondere Einsatzlage in den letzten Wochen, welche auch Routiniert von der örtlichen Feuerwehr abgearbeitet wurde. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht ersichtlich, dass sich innerhalb kürzester Zeit einer der größten THW-Einsätze für Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen (WP) in NRW entwickeln würde. Gegen 23 Uhr veränderte sich der Einsatzauftrag für das THW, denn der Betrieb im örtlichen Zementwerk musste für einige Stunden eingestellt werden.

Somit rückte auch unser Ortsverband zum Zementwerk in Ennigerloh aus und half bei diesem Einsatz.

Im Werk hatte der Starkregen zu zwei schweren Störungen des Betriebsauflaufes geführt: Eine tieferliegende Unterkellerung war vollgelaufen und der zum Zementwerk zugehörige Steinbruch stand ebenfalls metertief unter Wasser. Nach Beratung vor Ort entschied man sich, aufgrund des großen Höhenunterschiedes von 15 Metern die örtliche Gefahrenabwehr (öGA) Unwetter des Ortsverbandes Dortmund zum Entwässern der Kellerräume einzusetzen. Diese Einheit hat besondere Pumpen, welche auch bei größeren Förderhöhen in Kellerräumen noch hohe Leistungen erbringen. Die elektrische Energie zum Betrieb der Pumpen lieferte die 200 kVA Netzersatzanlage der Fachgruppe Elektroversorgung aus Oelde. Nach Beseitigung des Wassers an dieser Stelle konnte der Betrieb mit verringerter Leistung wiederaufgenommen werden.

Um 20 Uhr war der Wasserspiegel auch im Steinbruch um mehrere Meter abgesenkt worden und der Rückbau konnte begonnen werden. Hier zeigte sich die unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ortsverbänden und dem Betreiber. Das stark verschmutze Material wurde durch einen Radlader des Steinbruchs bis zum Wagenwaschplatz des Zementwerkes transportiert, wo Material und Fahrzeuge grob vom Schmutz befreit wurde. Gegen 22 Uhr konnten dann die letzten Kräfte die Rückfahrt an den Heimatstandort beginnen.

Ca. 21 Uhr ist unser Ortverband wieder zu seinem OV gefahren und der Einsatz wurde beendet.

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer die bei diesem Einsatz zugegen waren.


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