13.10.2018, von Anja Berber

Die Septemberwochenenden 2018 waren alle gut verplant: THW Kamen-Bergkamen on Tour

Angefangen hat der September mit einer standortverlagerten Ausbildung in Wesel. Auch der Einsatz vom Moorbrand in Meppen verlangte unseren THW-Helfern einiges ab. Am 4 Samstag im September wurde in Iserlohn die CBRN-Ausbildung durchgeführt. Tags drauf hat man den Kreisfeuerwehrtag an der Marina Rünthe abgehalten. Das letzte Septemberwochenende wurde dann die AGT-Ausbildung im Übungsbergwerk Recklinghausen durchgeführt.

1. Verletztenrettung in Wesel

Der Ortsverband Kamen-Bergkamen war mit 52 Helferinnen und Helfern, davon 18 Jugendliche, vom 14.09.-16.09. auf dem Übungsgelände des THW Wesel zu Gast.

Mit Unterstützung des Roten Kreuzes, die sich als Verletztendarsteller in die tiefsten Keller und die obersten Stockwerke schlichen, um sich von uns retten zu lassen, waren die erste und zweite Bergungsgruppe gut beschäftigt. Um die Unfallszenarien so realistisch wie möglich zu gestalten, hat unser Ausbildungsbeauftragter, Martin Panberg die Schauplätze zusätzlich mit einer Nebelmaschine versehen. So war den Helferinnen und Helfern die Menschenrettung teilweise nur mit schwerem Atemschutz (AGT) möglich. Nicht nur die Verletztendarsteller mussten gerettet werde, sondern auch zwei 75 Kilo schwere Übungspuppen.
„Diese im Nebel zu finden war die schwierigste Aufgabe, die beide Bergungsgruppen gut gemeistert haben.“, so Martin Panberg.
Die Jungendgruppe übte mit ihren Betreuern eigenständig auf dem Gelände. Am Samstag wurde in einer Nachtaktion „eine Brücke“ über einen Fluss gebaut. Dazu benutzen die Jugendlichen das  Einsatz-Gerüst-System (EGS).


Am Sonntag vor der Heimreise nach Bergkamen waren sich alle einig, eine gelungene standortverlagerte Ausbildung gemeistert zu haben.
Am Samstag den 22.09. stand für einige Helfer die CBRN Ausbildung (Chemische, Biologische, Radioaktive, Nukleare Katastrophenschutzausbildung) im Ortsverband Iserlohn auf dem Ausbildungsprogramm. In der Übungseinheit ging es um das Errichten einer Dekontaminationsschleuse für Fahrzeuge.
Diese kommt zum Einsatz, wenn z.B. die Schweinegrippe H1N1 einen Hof befallen hat, und das Veterinäramt diese anfordert. Die Maßnahme für den Einsatz der Dekon.-Schleuse ist nötig, um keine Keime durch Einsatzfahrzeuge auf andere Gefährdungsgebiete zu übertragen. Der Aufbau ging zügig von statten und die ansässige Feuerwehr zeigte im Anschluss eine Dekon-Schleuse für Einsatzkräfte und Zivilpersonen. Nach gelungener  Ausbildung endete der Tag mit einem gemütlichen Essen auf dem Gelände der OV-Iserlohn.


Nur einen Tag später, am 23.09. war das THW Kamen-Bergkamen mit Unterstützung des THW-Lünen an der Marina-Rünthe auf dem Kreisfeuerwehrtag zugegen. Einige der Fahrzeuge und das schwere Bergungsgerät des THW-Lünen standen zur Besichtigung bereit.
Zu unseren Aufgaben gehörte es auch,Stromleitungen zu legen um eine Versorgung der zahlreichen Stände zu gewährleisten. Leider spielte das Wetter nicht so recht mit, sodass sich nur wenige Besucher auf das Gelände wagten.


Das Wochenende am 29.09. hatte unser Zugführer, Tim Ramin, einen Termin im Trainingsbergwerk Recklinghausen für uns gebucht. Die AGT-Träger (Atemschutz-Geräte-Träger) wurden durch die Übungsstollen geschickt.
Zusammen mit einem Ausbilder vom Ausbildungsbergwerk waren die Tunnelsysteme im Stollen zu „Durchkriechen“ und das nur mit dem Licht, dass die Helmlampen abgaben.
Es ging auf und ab. An einer Stelle war ein Weiterkommen nur möglich, indem die Helferinnen und Helfer die Pressluftflaschen von Rücken nahmen und sie vor sich her durch die enge Übungsstrecke schoben.
Nach einer kurzen Erholungspause wurde in einem anderen Teil des Trainingsbergwerkes eine Nebelmaschine zum Einsatz gebracht und die AGT-Träger mussten sich tastend Fortbewegen.

Motiviert aber kaputt ging es am frühen Nachmittag zurück zum Ortsverband.


Zwischendurch waren noch drei Helfer bis zu neun Tagen im Einsatz in Meppen. Zwei von Ihnen waren an einer der 14 Pumpenstation damit beschäftigt, Wasser aus der Ems ins Moor zu leiten. Die Helfer von unserem Ortverband bauten die Pumpstation auf und hatten dann in je 12 Stundenschichten die Aufgabe, die Pumpen und die dazu gehörigen Stromaggregate am Laufen zu halten.Unser Koch wurde zur Unterstützung der  Verpflegung der insgesamt 680 Helfer/ innen eingesetzt.

Die letzten THW Kräfte vom gesamten Einsatz wurden am Mittwoch dem 03.10. wieder nach Hause geholt.
Am Samstag den 06.10. machte sich Walter Thiel auf nach Indonesien, um mit  Stromerzeuger Hilfe in das vom Tsunami schwer getroffene Land zu schicken. Der Einsatz soll laut THW Führung eine Woche dauern.


  • 1. Verletztenrettung in Wesel

  • 2. Gruppenbild der Ausbildung in Wesel

  • 3. Dekontaminationsschleuse CBRN

  • 4. Ausbildung im Recklinghausen

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